Monatsbrief Juli 2021

Das Schuljahr 2020/21 neigt sich dem Ende zu. Es war ein kurioses und ereignisreiches Jahr, das der KZO-Gemeinschaft einiges abverlangte und von ihr gut gemeistert wurde.

Die Pandemie war ein Dauerthema. Unsere Sorge galt stets dem Unterricht und den Personen, die besonders unter den Folgen der Pandemie litten. Nach einem Schulstart im letzten Sommer mit sehr wenigen Einschränkungen erfolgte im Herbst die schrittweise Einführung der allgemeinen Maskenpflicht flankiert von ergänzenden Schutzmassnahmen. Im Winter folgten Vertiefungswochen und eine Reduktion des Präsenzunterrichts um 50%; glücklicherweise konnte die komplette Einstellung des Präsenzunterrichts abgewendet werden. Die allmähliche Lockerung der Schutzmassnahmen seit dem Frühling hat erfreulicherweise zu Entspannung geführt. Es bleibt zu hoffen, dass die Schutzmassnahmen dereinst nicht wieder verschärft werden müssen.

Der Umbau des grossen Spezialtrakts stellte im letzten Schuljahr eine zusätzliche Belastung dar. Epidemiologisch gesehen ist der Umbau jedoch ein Glücksfall. Die Verteilung auf zwei Standorte bringt zwar organisatorischen Mehraufwand, Distanz zwischen dem Mutterhaus und der Dépendance, längere Pausen und Schultage sowie Standortwechsel für Klassen, Lehrpersonen und Mitarbeitende mit sich. Andererseits befinden sich weniger Personen gleichzeitig in den Schulgebäuden und es besteht die Möglichkeit, während den Transfers frische Luft zu schnappen. Deshalb sind wir ob des Umbaus nicht unglücklich, zumal der grosse Spezialtrakt mittlerweile Form angenommen hat und wir uns auf moderne neue Räumlichkeiten ab Sommer 2022 freuen dürfen.

Obwohl der Anteil an Fremdbestimmung seit über einem Jahr beträchtlich ist, gab es auch zahlreiche Lichtblicke, z.B. unter schwierigen Bedingungen entstandene kulturelle Highlights oder die Entwicklung einer gewissen Unaufgeregtheit im Umgang mit Unsicherheit. In diesem Sinn bedanke ich mich für das Zusammenwirken und wünsche Ihnen einen entspannten und erholsamen Sommer!

 

Aleksandar Popov, Rektor

 

 

PS: Die Stiftung für Demokratie (SFD) verleiht jedes Jahr Preise für herausragende Maturarbeiten in Bezug auf aussergewöhnliches staatsbürgerliches Urteilsvermögen oder Engagement. In diesem Rahmen wurden Elodie Peter (M6a) und Timon Zbinden (M6a) für Ihre Arbeiten ‘Was geschah nach 1971? Wie Schweizer Frauen in die Politik fanden’ (Elodie Peter) und ‘Polarisierung in der Schweiz’ (Timon Zbinden) mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Wir gratulieren Elodie Peter und ihrem Betreuer Daniel Wiedenkeller sowie Timon Zbinden und seiner Betreuerin Yvonne Weissberg ganz herzlich!