Monatsbrief August/September 2022

Die Schulleitung ist froh um den Kontakt zur Elternvereinigung der KZO und schätzt den Austausch mit dem Vorstand. Der erste Monatsbrief im neuen Schuljahr ist deshalb der Elternvereinigung gewidmet und von ihrem Präsidenten verfasst worden.

Ich wünsche uns allen einen guten Start ins neue Schuljahr!

Aleksandar Popov, Rektor

Von der Anziehungskraft der Kuscheldecke

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Komfortzone verlassen und etwas gemacht oder erlebt, das die übliche Routine sprengt? Für die eben neu in die KZO eingetretenen Schülerinnen und Schüler ist diese Frage schnell beantwortet, mit dem Semesterstart gilt es eine neue Klasse, neue Lehrer*innen und ein neues Schulhaus kennenzulernen mit dem Ziel das Probezeitsemester erfolgreich zu überstehen.

Dieser Schulstart an der KZO zählt zu den Veränderungen, welche der Lebenslauf vorgibt: Wäre der Start nicht an der KZO, wäre er anderswo, in einer anderen Schule oder in einer Berufslehre – die Zeit an der Primar- oder Sekundarschule kommt zwangsläufig zu einem Ende. Dementsprechend konzentriert sich die Vorbereitung auf diese Veränderung auf die Fragen wie «Was möchte ich nach der Schule tun?» oder «Wie werde ich den Start am neuen Ort meistern?».

Anders sieht es mit Veränderungen aus, welche wir selbst herbeiführen können. Hier sieht die Fragestellung anders aus, die Frage nach dem Nutzen, dem Gewinn, der Veränderung steht im Vordergrund: Weshalb soll ich etwas an meinem bisherigen Leben ändern, wenn es sich nicht lohnt oder gar mit Risiken behaftet ist? Zu schnell wird diese Fragestellung, seien wir da alle aufrichtig, mit einem «Nein, lohnt sich nicht» beantwortet, bevor wir uns in unserer Komfortzone weiter einkuscheln.

Der Einstieg in eine ehrenamtliche Tätigkeit gehört leider in die Kategorie der schnell mit als «lohnt sich nicht für mich» beantworteten Veränderungen: Das eben im Goms durchgeführte Pfadi Bundeslager hatte grosse Schwierigkeiten, genügend Helfer*innen für die zahlreichen Ressorts zu finden, ähnlich ging es dieses Jahr verschiedenen OKs von Open-Air-Konzerten.

Was für diese grossen Organisationen der Fall ist, gilt auch für die kleinen Vereine im Umfeld der KZO: Sowohl die SO wie auch die Elternvereinigung haben zunehmend Mühe, Menschen für die Vereinsarbeit zu gewinnen, die Anziehungskraft der individuellen Komfortzone ist oft stärker als die Neugierde und Lust auf die Mitarbeit in einem Vereinsvorstand. Das ist sehr schade, denn in den über fünf Jahren im Vorstand der Elternvereinigung KZO habe ich erlebt, dass ein Ausbruch aus der bequemen Kuschelecke sehr interessante und spannende Begegnungen, Gespräche und Erfahrungen mit sich bringen kann. Probieren Sie einen Ausbruch aus Ihrer Komfortzone doch auch mal aus, es lohnt sich!

Christian Kuster

Präsident Elternvereinigung KZO

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