Monatsbrief Juli/August 2026

In meinem letzten Monatsbrief als Rektor schaue ich gerne voraus. Der Regierungsrat und der Bildungsrat des Kantons Zürich haben im Zuge des Projekts «Weg ZH» Beschlüsse verabschiedet, die den Rahmen für die Weiterentwicklung der Zürcher Gymnasien abstecken. Damit ist ein Meilenstein erreicht. Nebst den von WEGM (Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität) national vorgegebenen zwölf Grundlagenfächern, die an allen Schweizer Gymnasien maturitätsrelevant sind, lösen an den Zürcher Schulen zwölf neue, kantonal definierte Schwerpunktfächer die bisherigen Maturitätsprofile ab. Das Angebot ab dem Schuljahr 2029/2030 beinhaltet interdisziplinäre Komponenten und deckt alle Fachbereiche ab: Sprachen, Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie künstlerische Fächer.

Ergänzt wird das Schwerpunktfach durch ein frei wählbares Ergänzungsfach. Damit entsteht eine zweite Möglichkeit, individuelle Interessen zu vertiefen oder bewusst über den Tellerrand des Schwerpunkts hinauszuschauen. Diese Kombination aus Schwerpunkt und Ergänzung ermöglicht eine Ausbildung, die auf Studium und Beruf vorbereitet und zugleich fokussiert und vielseitig ist.

Um die Vergleichbarkeit der Maturitätsabschlüsse zu verbessern, wird eine kantonal einheitliche Rahmenstundentafel eingeführt, wobei die Gesamtzahl der Lektionen nicht erhöht wird. Die Belastung unserer Schülerinnen und Schüler soll nicht weiter steigen. Das ist uns als Schule ein zentrales Anliegen, und es ist erfreulich, dass der Kanton diesbezüglich denselben Grundsatz verfolgt.

Basierend auf den neuen Vorgaben erarbeitet die kantonale Projektleitung derzeit die Grundlagen für die schulischen Lehrpläne sowie die Promotions- und Maturitätsbestimmungen. Die entsprechende Vernehmlassung ist für Herbst 2026 vorgesehen. Für unser Kollegium bricht nun eine spannende Phase des Gestaltens an. Die Veränderungen werden frischen Wind und neue Perspektiven mit sich bringen, wenn wir in den kommenden Jahren unsere schuleigenen Lehrpläne und Konzepte erarbeiten und dabei im Wahlpflichtbereich und in anderen Gefässen weiterhin schulspezifische Akzente setzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir die KZO gemeinsam mit Engagement, Selbstvertrauen und Offenheit als lebendigen und nachhaltigen Lern- und Lebensort weiter stärken werden.

 

Aleksandar Popov, Rektor