Wochenbrief 15: 10. – 14. April 2017

Am nächsten Mittwochnachmittag findet an der KZO ein Anlass statt, den ich für sehr wichtig halte. Lehrpersonen aus der Sekundarschule und aus dem  Gymnasium sprechen miteinander über den Übergang von der Volksschule (VS) an das Gymnasium (GYM).

Schon seit gut einem Jahr laufen unter dem Label VSGYM auf kantonaler Ebene Gespräche zu diesem Thema zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus den Schulen und den Behörden. Auslöser war ein neues Mathematik-Lehrmittel in der Sekundarschule, dessen Konzept nicht in erster Linie auf zukünftige Gymi-Schülerinnen und –Schüler ausgerichtet ist und auf das nicht alle Gymi-Lehrpersonen genügend eingestellt waren.

Ich zitiere aus dem noch unveröffentlichten Entwurf über die bisherige VSGYM-Arbeit:

„Das Ziel war es, (...) im Dialog das Vertrauen zwischen der Volksschule und der Mittelschule zu stärken.

Ein erstes Resultat der Arbeit von VSGYM war das neue Algebra-Training des Lehrmittelverlags Zürich, das den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, nach bestandener Aufnahmeprüfung im Mathematikunterricht erlernte Fertigkeiten vor dem Eintritt in das Gymnasium zu aktivieren und wichtige Basistechniken zu vertiefen – im Sinne eines Brückenangebotes, das die Lehrmittel der Sekundarstufe ergänzt. Gleichzeitig organisierte VSGYM Weiterbildungsveranstaltungen für die Lehrpersonen der Gymnasien zum neuen Lehrmittel der Sekundarstufe.

Dieses Beispiel kann für die Zukunft als Vorbild gelten: Die Experten und Praktiker des Schulfeldes nehmen Probleme an der Basis wahr, analysieren zusammen mit den Ämtern die Gründe dieser Probleme – und erarbeiten gemeinsam eine möglichst unbürokratische Lösung. So kann und soll der Dialog an der Schnittstelle auch in Zukunft funktionieren – als Zusammenspiel aller beteiligten Kräfte!“

Am Mittwoch besprechen nun Lehrpersonen aus dem Oberland die ersten Analysen, die für sieben Fächer oder Fächergruppen erstellt worden sind. Dieser Austausch fand auch schon an fünf anderen Kantonsschulen statt. Ich hoffe, dass sich der Dialog zwischen Volksschule und Gymnasium (wieder stärker) etablieren wird. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen aus den Sekundarschulen, der Kantonsschule Uster und der KZO, welche sich die Zeit nehmen, diese wichtigen Fragen zu besprechen.

Martin Zimmermann, Rektor