Jahresbericht 2013 der UNESCO-Kommission der KZO

Im Herbst 2011 entschloss sich eine Gruppe von SchülerInnen im Freifach Politik, Asylsuchenden und anderen interessierten AusländerInnen mit oder ohne Papiere kostenlosen Deutschunterricht zu erteilen. Diese Idee entstand aus einer Unterrichtsreihe zum Thema „Situation von Flüchtlingen in der Schweiz“. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit begann die Projektgruppe, der 18 SchülerInnen aus drei Jahrgangsstufen und diversen Klassen angehören, unter Leitung von Yvonne Weissberg (Geschichte/Deutsch) im März 2012 mit dem Unterricht. Mittlerweile besuchen regelmässig zwischen 12 und 16 Erwachsene aus verschiedenen Ländern (Afghanistan, Iran, Tibet, Somalia, Elfenbeinküste, Algerien) den Kurs jeweils Freitagnachmittag von 16.15 Uhr bis 18 Uhr. Manchmal bleiben Asylsuchende weg, weil sie plötzlich in einen anderen Kanton verschubt werden, es kommen aber immer wieder neue hinzu. Es ist viel Flexibilität gefragt. Schülerteams unterrichten in kleinen Gruppen und können so bestmöglich auf Lernbedürfnisse und -voraussetzungen der unterschiedlichen TeilnehmerInnen eingehen. Ein Kochteam bereitet in der Zeit ein warmes Abendessen vor. Wenn von 18 Uhr bis 19 Uhr alle an zwei grossen Tischen zusammen kommen, können die erworbenen Sprachkenntnisse angewendet und vertieft werden. Das gemeinsame Essen bietet aber auch Gelegenheit für den interkulturellen Austausch. Darüber hinaus erfahren die SchülerInnen der KZO vieles über die Herkunftsländer der Asylsuchenden, über die Menschenrechtssituation dort, aber auch über die Einschränkung der Menschenrechte für Asylsuchende in der Schweiz.

Welches UNESCO-Thema wurde angesprochen?

Interkulturelles Lernen und Menschenrechtserziehung

Geht das Projekt über die Schule hinaus? Gibt es Vernetzungen mit anderen (UNESCO-assoziierten) Schulen im In- und Ausland, resp. mit weiteren Partnern wie Eltern, Gemeinde, Institutionen usw.?

Es gibt über Beat Röösli, Religionslehrer KZO und Mitverantwortlicher des Projektes, eine Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Mittelschulfoyer, in dessen Räumen in Wetzikon das Projekt wöchentlich durchgeführt wird.

Perspektive

Die Teilnehmenden des Projektes DFA würden es sehr begrüssen, wenn auch an anderen Schulen ein solches Projekt stattfinden könnte. Zusammenarbeit und Austausch würden die Arbeit und die Aussenwirkung sicher fördern.