Die Schulleitung hat die Mitglieder des Fachkreises Mathematik gebeten, während des Frühlingssemesters fünf Wochenbriefe zu verfassen. Der erste Beitrag stammt von Flavio Bernasconi.

Martin Zimmermann, Rektor

Wochenbrief 10: 2. – 6. März 2015

Mathematik, grenzenlos

Il était une fois une belle princesse qui possédait trois coffrets: A, B et C. Dans un des coffrets, elle avait mis son portrait. Celui qui voulait l'épouser devait trouver le coffret contenant le portrait. Une phrase était écrite sur chaque coffret:
Coffret A: « Le portrait n'est pas ici.»
Coffret B: « Le portrait est ici. »
Coffret C: « Le portrait n'est pas dans le coffret B. »
Sachant qu'une seule des trois phrases est vraie, trouver le coffret qui contient le portrait. Justifier la réponse.

Das ist eine Aufgabe aus dem Wettbewerb "Mathematik ohne Grenzen" (MoG), ich würde sagen, das ist wirklich Mathematik, grenzenlos. Dieses Beispiel gibt sehr gut den Geist des Wettbewerbs wieder: Es werden auf erfreuliche Art und Weise und auf verschiedenen Ebenen Grenzen überschritten (gesprengt). Auf sprachlicher Ebene müssen sich die Schülerinnen und Schüler in einer Aufgabe mit einer Fremdsprache ihrer Wahl (Französisch, Englisch, Italienisch oder Spanisch) versuchen. Methodisch ergänzt dieser Wettbewerb den Mathematikunterricht sehr gut und geht über seine Grenzen hinaus, denn die Klasse darf und muss als Team arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler einer Klasse dürfen Gruppen bilden und während 90 Minuten verschiedene Probleme anpacken (auch mit Hilfe von Computern, aber ohne Internet). Ziel ist es, alle Probleme zu bearbeiten. Die Beurteilung der Lösungen und die Ranglisten werden am MNG-Rämibühl (Zürich) vorgenommen. Bei der Bewertung wird hier der Lösungsweg eine wichtige Rolle spielen (im Gegensatz zum Känguru-Wettbewerb, siehe unten).MoG findet weltweit in 30 verschiedenen Ländern für alle Klassen am selben Tag statt. Dieses Jahr ist es der Donnerstag, der 5. März 2015. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen des ganzen Fachkreises Mathematik für die Mitarbeit aller beteiligten Kolleginnen und Kollegen bei der Durchführung des Wettbewerbs bedanken!

Ganz anderer Art, aber gleichermassen spannend, ist der Känguru-Wettbewerb, welcher an unserer Schule schon zur Tradition geworden ist. Bei diesem Wettbewerb geht es um 30 Aufgaben mit jeweils 5 möglichen Antworten. In 75 Minuten muss jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin für sich die einzige richtige Antwort pro Frage ankreuzen, kein Lösungsweg ist gefragt und keine zusätzlichen Hilfsmittel sind erlaubt.

Der Känguru-Wettbewerb findet am Donnerstag, dem 19. März statt. An dieser Stelle verdient Martin Hunziker einen grossen Dank, da er seit Jahren für die Durchführung des Wettbewerbs an der KZO verantwortlich ist. Ebenfalls danken möchten wir den beteiligten Kolleginnen und Kollegen, die in verschiedenen Rollen dazu beitragen, dass die Durchführung reibungslos gelingt. Unser Dank geht auch an die Schulleitung und den Elternverein der KZO, welche in verschiedenen Formen den Wettbewerb unterstützen.

Zum Schluss noch dies:

My dog and I set out together to go round the lake. We left at the same time from the same starting point, we both took the same path in the same direction and we travelled at a constant speed. But my dog goes much faster than I do and he passed me once before we arrived back at the same time at the starting point. What if my dog had gone round the lake at the same speed but in the other direction, how many times would he have passed me? Explain your answer.

Viel Spass beim Lösen der Aufgaben!

Flavio Bernasconi (Bs)